Irgendwas Mit Blog

6419 – 6263 km: Toronto & New York – Last, but not least

Wieder zurück im englischsprachigen Kanada in Toronto, machten wir uns daran, unser Auto, unseren lieb gewonnen Kyle zu verkaufen. Schon geübt durch unsere Erfahrungen in Neuseeland gingen die ersten Schritte schnell von der Hand: Konkurrenz anschauen, um ein Preisgefühl zu bekommen, Aushang gestalten und drucken und schließlich den Aushang in möglichst vielen Hostels aushängen. Damit war es Freitag, also noch knapp 2 Wochen bis zum Rückflug. Ab jetzt hieß es warten und hoffen, dass sich jemand meldet.

Samstag… Sonntag… wir buchen mal die Fahrt nach New York am Montag und ein Hostel in Toronto ab Freitag.

Montag… so langsam sollte sich jemand melden.

Dienstag… wir suchen mal ein paar Gebrauchtwagenhändler raus und fahren bei denen vorbei, was die uns so bieten. Wir finden einen, der uns immerhin noch ein Viertel unseres Einkaufspreises zahlt.

Mittwoch… so langsam kenne ich die Strecke von der Bücherei zum Tim Hortons auswendig.

Donnerstag… Freitag… wo war nochmal der Gebrauchtwagenhändler? Also räumten wir schweren Herzens Kyle aus, luden unsere inzwischen vom vielen Shopping schwer gewordenen Rucksäcke im Hostel ab und machten uns auf den letzten Weg. Die Formalitäten waren schnell erledigt, die Nummernschilder abgeschraubt und wir waren wieder autolos.

Ab in die Innenstadt, zur Feier des Tages in einem Irish Pub Burger essen!

Pünktlich zu unserem ersten Tag Stadtbesichtigung von Toronto hatte es dann strahlend blauen Himmel, das konnte nur eins bedeuten: Ab auf den höchsten Turm der Welt. (Allerdings nur, wenn man ein Hochhaus nicht als Turm sieht, was ich eine relativ fragwürdige Definition finde… naja.)

(Die Fotolust war uns nach einer Woche Warten irgendwie vergangen, daher gibt es nicht viele Bilder aus Toronto.)

Bis zu diesem Wochenende fand in Toronto ein großes Filmfestival statt. Unorganisiert, wie wir aber nunmal sind, haben wir davon aber kaum etwas mitbekommen, bis wir zufällig über eine abgesperrte Straße neben einem Kino gestolpert sind, in der Menschenhorden offenbar auf Promis warteten. Und nur wenige Minuten später traf dann Tim Robbins (!) ein. (Wenn ihr euch jetzt fragt, wer zur Hölle Tim Robbins ist… das haben wir uns auch gefragt.)

Wir besuchten noch Chinatown und eine alte Distillerie und dann hieß es schon wieder, zu nachtschlafener Zeit (um 7 Uhr) aufzustehen und in einen Bus zu steigen.

Dieser sollte uns nach New York bringen. Auf der Strecke, die völlig ohne Staus und auf der sogar der Grenzübtritt in die USA ziemlich reibungslos war, brachte es der Bus dann aus unerfindlichen Gründen auf eine Stunde Verspätung. Das störte uns aber wenig, schließlich warf uns mitten in Manhattan in der Nähe der Penn Station aus dem Bus. Nach dem ersten Staunen meldeten sich aber unsere Körper und wir machten uns erstmal auf die Suche nach etwas zu Essen. Nach dem Bezwingen der New Yorker U-Bahn-Netzes landeten wir dann schlussendlich wohlbehalten in unserem Hostel.

An unserem vorletzen vollen Tag in New York, das Wetter zeigte sich wieder von seiner besten Seite, ging es dann an die wichtigsten Sehenswürdigkeiten, zu allererst in den Central Park. Natürlich trafen wir hier auf ein Filmteam (wenn auch nur vom Fernsehen), allerdings dafür mit einem Promi, den ich tatsächlich (auf den zweiten Blick) erkannt habe: Michael J. Fox! (Bekannt als Marty McFly aus „Zurück in die Zukunft“).

(Der Typ mit der blauen Baseballkäppy)

Den Zoo haben wir uns nur von außen angeschaut, so wie auch die wichtigen Museen… in zweieinhalb Tagen bleibt nicht genug Zeit für eine genauere Betrachtung, New York wird daher wohl irgendwann nochmal auf dem Plan stehen müssen.

Times Square (bei Tag):

Mitten im Gewühl der Central Station stellte ich mir dann wieder die dem geneigten Leser hoffentlich schon bekannte Frage: Wo ist eigentlich Hanna?

Bis hierhin fühlte es sich noch nicht so wirklich an, das Gefühl, wirklich in New York zu sein, stellte sich erst am Abend ein: Zum obligatorischen Aussichtspunkt erkoren wir „30 Rock“, das höchste Gebäude am Rockefeller Plaza. Von hier hat man einen fast 360-Grad-Blick und das sonst auch gerne besuchte Empire State Building im Blick. Beim Aussteigen aus dem Aufzug fiel der erste Blick auf den Central Park, und von diesem Augenblick fühlte es sich auch so an: wir waren in New York! Diesen Ausblick hat man schließlich schon gefühlte einhundert Mal gesehen:

Schließlich wurde Manhatten dann in Dunkelheit getaucht und die Stadt verwandelte sich in ein Lichtermeer.

Am letzten vollen Tag standen dann nach einer Wanderung über die Brooklyn Bridge von Brooklyn nach Manhattan zuerst das erstaunlich geschmackvolle 9/11-Memorial auf dem Programm.

Danach ging es zur Fahrt mit der Staten Island Ferry um einen Blick auf die Freiheitsstatue zu erhaschen. („Die Franzosen wissen halt nicht dass hier alles größer ist – deswegen ist die so klein“)

Zurück in Manhatten entschieden wir uns, den Broadway durch Soho und Greenwich Village bis zum Times Sqare zu laufen, den wir am Abend davor nicht mehr wirklich erfassen konnten.

Morgen (bzw. heute) haben wir noch einen halben Tag, bevor wir uns auf den Weg zum Flughafen machen müssen, um unseren Heimflug anzutreten: SQ25, eine A380 der Singapore Air. Planmäßige Ankunft in Frankfurt am Freitag um 10:45 Uhr. Bis dann!

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